Leistungszentrum St.Pölten

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Entstehung und Hintergrund

 

Viele junge BasketballerInnen in Niederösterreich haben die Begabung und das Talent zum Spitzensportler/zur Spitzensportlerin. Das Regelschulsystem bietet derzeit jedoch keine passende Schulform an, die eine intensive Sportausübung ermöglicht, ohne die angestrebte Schulausbildung zu vernachlässigen. Mit dem NÖ Sport-Leistungs-Zentrum St.Pölten (SLZ) entstand 1997 ein Schulmodell, das sowohl den Anforderungen einer höheren Schulausbildung, als auch den besonderen Bedürfnissen von Leistungssport gerecht wurde. Basketball war eines der fünf Gründungsmitglieder und seit Anfang an schafften zahlreiche, in St.Pölten betreute BasketballerInnen den Sprung in die Bundesliga, in das Ausland oder sogar in das österreichische A-Nationalteam.  Zu den Aushängeschildern des St.Pöltner Leistungssport zählen Thomas Schreiner, der aktuelle Kapitän des A-Nationalteams, der momentan in der stärksten Liga Europas (Spanien) tätig ist und Inga Orekhova, die den Sprung in die stärkste Frauenliga der Welt, die WNBA schaffte.  Weitere A-Nationalteamspieler sind Hermann Opoku, Martin Speiser, Andreas Worenz und Christoph Greimeister. Im Kader des aktuellen Leaders der  2. Basketball Bundesliga stehen  acht Absolventen bzw. aktuelle Sportler des Standorts St.Pölten.  (Martin Speiser, Andreas Bauch, Hannes Obermann, Petar Milicevic, Lukas Böck, Johannes Skoll, Nico Kaltenbrunner und Steven Kaltenbrunner.  Mit Marcus Weidner, Benjamin Mair, Alexander Heuberger und Toni Blazan sind weitere Spieler in der Bundesliga tätig.

Toni Blazan vertrat Österreich bei dem 1x1 Bewerb „King of the Rock“ auf Alcatraz und hat momentan eine tragende Rolle bei Fürstenfeld, eines der Top-Teams der 1. Basketball Bundesliga. Aufgrund seiner Leistungen hat er das Potential im Sommer den Sprung in das A-Nationalteam zu schaffen.

 

Ziel des Leistungszentrums

 

Ziel des Leistungszentrums St.Pölten ist es, die talentiertesten BasketballerInnen Niederösterreichs am Standort St.Pölten sowohl sportlich als auch schulisch zu betreuen. Wie in der Vergangenheit ist es möglich, dass auch talentierte und  leistungsorientierte Mädchen an diesem Standort betreut werden.  Der Fokus der Betreuung liegt in der  Stärkung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten und der Vorbereitung auf den Basketball-Hochleistungssport, ohne dabei die schulische Ausbildung zu vernachlässigen. Dies ist durch den Anschluss an das, vom Land Niederösterreich und dem Sportministerium anerkannte Nachwuchskompetenzzentrum Niederösterreich (NÖ Sport-Leistungs-Zentrum St.Pölten) möglich.

Prinzipiell wird der Vorrang dabei SportlerInnen gegeben, die in niederösterreichischen Vereinen aktiv sind. Ein Vereinswechsel ist nicht erforderlich.

 

Das Basketball Leistungszentrum St.Pölten sieht sich als Teil des NBBVs und als Kooperationspartner aller niederösterreichischen Vereine und TrainerInnen.  

 

Basketballspezifische Ausbildung

 

Die basketballspezifische Ausbildung (sowohl vormittags als auch nachmittags) wird von den TrainerInnen des Bundesligavereins UBC St.Pölten übernommen. Mindestens ein hauptamtlicher A-Lizenztrainer leitet die Vormittagseinheiten, in denen ausschließlich technische Fertigkeiten (Ballhandling, Wurf, Penetration, Passen etc.) vermittelt werden.

In den Nachmittagseinheiten liegt der Fokus auf der Automatisierung von essentiellen „Basics“. (Cutten, Spacing, Weak-Side, Individual-Defense, Team-Defense etc.)

 

Die BasketballerInnen können nach dem erfolgreichen Vorbild des Nationalen Zentrums für Frauenfußball (ebenfalls im NÖ Sport-Leistungs-Zentrum St.Pölten integriert) für ihre Stammvereine tätig bleiben. Im Basketball Leistungszentrum St.Pölten werden sie von Montag bis Freitag Mittag betreut. Das Freitag Abendtraining absolvieren sie bei ihren Heimatvereinen. Sollten Spiele unter der Woche stattfinden, werden die SpielerInnen vom Abendtraining freigestellt und in der Trainingsplanung berücksichtigt.  

 

Sollten die Heimatvereine in den Ferien (letzten drei Wochen der Sommerferien, Weihnachtsferien, Semesterferien und Osterferien) kein Training anbieten, ist es möglich in St.Pölten zweimal täglich zu trainieren.

 

Regelmäßig werden Gespräche mit allen involvierten Trainern (Heimvereine) geführt um die Trainingsinhalte zu planen und zu koordinieren.

 

 

Athletiktraining

 

Abgerundet wird das Basketballtraining durch ein von Sportwissenschaftler geplantes Athletik- und Krafttraining. Einerseits findet im Rahmen des NÖ Sport-Leistungs-Zentrums St.Pölten ein defizitorientiertes Basistraining (Kraft, Koordination, Schnelligkeit) statt, anderseits werden zwei bis drei Athletik- und Krafteinheiten zusätzlich zum Basketballtraining am Nachmittag von Trainern und Sportwissenschaftlern durchgeführt.

 

 

Schulische Ausbildung

 

Neben dem Leistungssport wird den SportlerInnen auch eine fundierte auf den Sport abgestimmte Schulausbildung angeboten. Die jungen SportlerInnen können zwischen einem fünfjährigen Oberstufenrealgymnasium (BORGL) oder der vierjährigen Handelsschule (HASL) wählen. Die Streckung der Oberstufe um ein Jahr im Vergleich zu Regelschulen ermöglicht es den SportlerInnen den nötigen Trainingsumfang zu erreichen. Zusätzlich zum Unterricht wird täglich ein Förderunterricht angeboten um Fehlzeiten in der Schule (Wettkämpfe, Turniere, Trainingslager) zu kompensieren.

 

 

Trainingsumfang / Wochenbelastung

 

 

1.Jahr

2.Jahr

3.Jahr

4.Jahr

5.Jahr

Basketballtraining

9,5

12

13,5

15

16,5

Athletik / Krafttraining

6,5

5

3,5

3,5

3,5

Training Stunden / Woche

16

17

17

18,5

20

Unterrichtsstunden

26

25

26

22

18

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